Was ist Peppol?
Lesen Sie weiter, um alles über Peppol zu erfahren, von der Geschichte des Netzes bis zu Continuous Transaction Control (CTC).
Zur Erreichung einfacher, grenzüberschreitender elektronischer Beschaffungsprozesse bündelt das eDelivery-Netzwerk Peppol Bestandteile und Spezifikationen wie beispielsweise ein zentrales Teilnehmerverzeichnis oder auch Standards für einen elektronischen Beschaffungsprozess (E-Procurement), wie elektronische Rechnungen und Bestellungen. Über diese hinaus regelt die OpenPeppol-Organisation die Nutzung von Peppol durch eine multilaterale Struktur von Verträgen.
Das Motto von Peppol lautet: “Connect once, connect to all”
Peppol ist ein offenes, grenzüberschreitendes Netzwerk – keine Plattform! Über eine einzige Verbindung erlaubt Peppol mit allen im Peppol-Netzwerk registrierten Partnern den Austausch von elektronischen Beschaffungsdokumenten. Peppol deckt nicht nur E-Invoicing ab, sondern den gesamten Ausschreibungs- und Beschaffungsprozess (E-Procurement). Die Richtlinie 2014/55/EU zur elektronischen Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen in der EU (Public eProcurement) wird dabei selbstverständlich unterstützt.
Entscheidend für den Erfolg ist bei Peppol vor allem die Interoperabilität der E-Procurement-Systeme und -Prozesse zwischen den Teilnehmern sowie ein einfacher Onboarding-Prozess für Lieferanten und Kunden. Die Interoperabilität basiert dabei im Peppol-Netzwerk auf den eDelivery-Spezifikationen und wird durch weitere technische Spezifikationen und die Peppol-Transport-Infrastructure-Agreements flankiert.
Das enorme Potenzial und die offensichtlichen Vorteile von Peppol haben sich mittlerweile bis nach Asien, LATAM und Nordamerika herumgesprochen. Aber wie begann es mit Peppol?
Die Geschichte von Peppol
Peppol wurde von der OpenPeppol Association entwickelt. Bereits 2008 wurde das PEPPOL-Projekt, das als Pilotprojekt von der europäischen Kommission sowie den Mitgliedern des PEPPOL-Konsortiums finanziert wurde, mit dem Ziel gegründet, grenzüberschreitende elektronische Beschaffungsprozesse zu vereinfachen. Hierzu haben alle europäischen Regierungen Technologiestandards entwickelt, die länderübergreifend implementiert werden können, um so im Rahmen von Beschaffungsprozessen die direkte elektronische Kommunikation zwischen Unternehmen und europäischen Regierungsstellen zu ermöglichen.
So entstand das Akronym „PEPPOL”, welches für Pan-European Public Procurement On-Line stand. Ende 2019 wurde aus dem Akronym PEPPOL jedoch die Marke „Peppol“, die mittlerweile für globales E-Procurement steht. Die neue Marke „Peppol“ hebt die im Akronym PEPPOL auferlegten Beschränkungen „Pan European“ und “Public Procurement“ auf und wird so der gelebten Praxis von Peppol besser gerecht. Selbstverständlich hat Peppol, bedingt durch seine Historie für die elektronische Auftragsvergabe und Abrechnung mit Behörden, noch immer einen hohen Stellenwert für E-Invoicing und E-Procurement im B2G-Bereich. Allerdings nutzen oder beschäftigen sich neben 32 europäischen Ländern mittlerweile auch Australien, Neuseeland, Singapur, Japan, Malaysia, Kanada und Organisationen in den USA mit Peppol.
Die Nutzung des Peppol-Netzwerkes nimmt kontinuierlich zu. Weitere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) oder auch Frankreich etablieren in 2025 eigene Peppol-Authorities und das Peppol-Netzwerk als zentralen Baustein in den jeweilgen E-Invoicing-Mandaten. Wurde Peppol zunächst für die Vereinfachung von B2G-Beschaffungsprozessen entwickelt, setzen es heute viele Länder auch oder sogar ausschließlich im B2B-Bereich ein. Darüberhinaus findet auch auf der Ebene der unterstützten Prozesse ein kontinuierliches Wachstum statt. So etabliert sich seit 2024 in den nordischen Ländern die Nutzung des Netzwerkes für komplette Logistik-Prozesse und in 2025 wird auf Betrieben von Norwegen eine Domäne für Payment Prozesse etabliert. Neue Prozesse werden sowohl aus Business-Initialtiven als auch seitens der Verwaltung angetrieben.
Wie funktioniert das Peppol-Netzwerk?
Bei Peppol werden verschiedenen Nachrichtentypen (z. B. Bestellung und Rechnung) über offene Standards in einem eDelivery-System ausgetauscht. Angewendet werden dazu wesentliche Regeln für die Interoperabilität:
- Die Kommunikation im Peppol- Netzwerk erfolgt gemäß dem eDelivery 4-Corner-Modell. Diesem System liegen dynamische Prozesse zur Verbindung zwischen den Seriviceporvidern zugrunde. Zentrales Element ist hier ein Dienst ähnlich der Gelben Seiten, um Prozesse, Empfänger und deren Access-Point-Anbieter zu identifizieren.
- Die wesentliche Peppol verwendete Syntax ist „Universal Business Language“ (UBL). Diese gilt für alle vom Peppol-Netzwerk herausgegebenen Standards. Der Standard ISO/IEC 19845 beschreibt die UBL der OASIS.
- Über die von OpenPeppol herausgegebenen Spezififikationen können auch weitere in den Katalog der Spezifikationen aufgenommen werden. Dazu gehört z.B. auch die in Deutschland verwendete XRechnung in der Syntax CrossIndustryInvoice (CII)
Die Parteien im Peppol-Netzwerk kommunizieren über ein sogenanntes 4-Ecken-Modell oder 4-Corner-Model. Sender und Empfänger stellen jeweils eine obere Ecke des Modells dar, die korrespondierenden Access-Points die beiden unteren der vier Ecken. Der Sender schickt sein Dokument, beispielsweise eine elektronische Rechnung, an den Peppol-Access-Point seiner Wahl. Von dort wird die Datei automatisch an den Access-Point des entsprechenden Geschäftspartners übergeben, von wo aus der Empfänger das Dokument entgegennehmen kann. Sendet der Geschäftspartner wiederum ein Dokument an den Sender zurück, übergibt er es entsprechend an seinen Access-Point, von wo aus es wiederum vom Netzwerk an den Access-Point des ursprünglichen und von dort aus an sein Buchungssystem weitergeleitet wird.
Im Peppol-Netzwerk erfolgt die Adressfindung des empfangenden Access-Point dynamisch. Das bedeutet, dass keine statischen Verbindung zwischen den einzelnen Access-Points bestehen, sondern der Verbindungsaufbau Teil des Versandprozesses ist. Mit der Peppol-ID des Empfängers werden am sogenannten Service-Metadata-Locator (SML) die Adressdaten des Service-Metadata-Provider (SMP) des Empfängers angefragt. Die Anfrage beim SMP gibt die vom Empfänger unterstützten Formate und die Adressdaten des empfangenden Access-Points zurück. Stimmen die zu versendenden Daten mit den vom Empfänger unterstützten überein, folgt der Sendeprozess an den empfangenden Access-Point. Durch diesen Prozessaufbau ist es jederzeit möglich jeden beliebigen Partner im Netzwerk zu erreichen, ganz im Sinne des Mottos “Connect once, connect to all”.
Die Vorteile von Peppol
Durch Peppol ergeben sich für alle Teilnehmer – Lieferanten, Geschäftskunden, öffentliche Auftraggeber, Service-Provider und bald auch Steuerbehörden – die folgenden Vorteile:
- Über das offene Peppol-eDelivery-Netzwerk sind alle registrierten Partner erreichbar – und nicht nur solche, die auf der einen oder der anderen E-Procurement-Plattform registriert sind.
- Durch die Peppol-Spezifikationen für die Geschäftsdokumente (Peppol BIS) wird global die Interoperabilität sichergestellt.
- Mit Peppol entfallen viele individuelle E-Invoice-Formate und partnerspezifische Übertragungsprotokolle.
- Peppol ermöglicht die Integration aller relevanten elektronischen Beschaffungsprozesse und ist nicht nur auf das E-Invoicing reduziert. Durch die höhere Effizienz und eine kostengünstige Übertragung ohne Roaming-Gebühren werden weitere Kosten eingespart.
- Peppol kennt weder für Lieferanten noch für Kunden „Clubbeiträge“, die häufig von Lieferanten und Kunden zur Nutzung von E-Procurement-Plattformen gefordert werden.
- Das offene Peppol-Netzwerk wächst von alleine stark in der globalen Reichweite und Teilnehmeranzahl an. Einmal mit dem Netzwerk verbunden, vergrößert sich die potenzielle Reichweite eines Lieferanten oder Kunden mit der Zeit automatisch – und das global.
- Kontinuierliche Weiterentwicklungen, wie z.B. der internationale Peppol-Standard PINT für internationalen Rechnungsversand, der in Europa und weltweit genutzt werden kann, oder auch neue Standards wie sie zur Unterstützung von Logistik Prozessen entstanden sind.
- Einbindung von Steuerbehörden für CTCs in einem Peppol-5-Corner-Model. Ende 2024 wurde ein groß angelegter PoC unter Beteiligung von Steuerbehörden aus ganz Europa für die Umsetzung der Anforderungen aus der ViDA Direktive gestartet.
Vorteile für Lieferanten
Die Säulen von Peppol
Das Peppol-Netzwerk stützt sich auf die Säulen des European Interoperability Framework (EIF)
Die erste Säule und die zweite Säule mit der Business Documentation definiert die allgemeinen Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen den Parteien und legt Verantwortlichkeiten fest. Neben der zentralen Peppol-Koordinierung durch OpenPeppol AISBL spielen die Peppol-Authorities eine wesentliche Rolle. Die Peppol-Authorities können für ihre Domäne/Land zusätzliche Festlegungen treffen. Dabei kann es sich z. B. um die Verwendung landesspezifischer Spezifikationen oder die Verwendung bestimmter IDs handeln.
Zentral sind die Governance-Dokumente wie die „Internal Regulations for Use of the Peppol Network“, das „Service Provider Agreement“ (früher TIA) welches zwischen einem Service-Provider (PA) und einer Peppol-Authority (PA) geschlossen wird, und das „Peppol Authority Agreement“, das zwischen PA und OpenPeppol geschlossen wird. Ergänzt werden diese durch die Dokumente zu den „Operational Procedures“ und weitere Guides.
Die zweite Säule mit den "Peppol eDelivery Network Specifications" gibt die technischen Spezifikationen und Ressourcen vor, die den Zugriff auf das Peppol-eDelivery-Netzwerk und die Implementierung der Komponenten ermöglichen. Darunter fallen z. B. der Einsatz gleicher digitaler Signaturtechnologien zur Sicherung der Nachrichteninhalte und die Verwendung derselben Formate. Dadurch entsteht ein sicheres und interoperables Netzwerk, durch das alle Access-Point-Betreiber verbunden sind.
Die dritte Säule, die Peppol Business Interoperability Specifications ‘BIS’, sind standarisierte elektronische Dokumente. Die Standards ermöglichen es, zwischen Sendern und Empfängern, sowohl für Einkäufer des öffentlichen Sektors und deren Lieferanten in Europa, aber auch darüber hinaus (andere Länder und Teilnehmer), einen offenen und sicheren Austausch zu etablieren. Die von OpenPeppol gepflegten E-Procurement-Spezifikationen (Peppol BIS) bauen auf der Arbeit des CEN-Workshops zu Schnittstellen für die Interoperabilität von Unternehmen für das öffentliche Beschaffungswesen in Europa (CEN BII) auf. Bei den unterstützten Dokumententypen erfolgt keine Einschränkung auf die Syntax UBL. Es können auch andere Syntaxen verwendet werden, wie dieses z. B. in Deutschland mit der XRechnung in der Syntax „Cross Industry Invoice“ (CII) möglich ist. Damit ist nicht nur die Verwendung von OpenPeppol veröffentlichten Spezifikationen, sondern auch eine Verwendung von länderspezifischen oder auch branchenspezifischen Spezifikationen möglich.
Die Rolle der Peppol-Authorities
Die nationalen Peppol-Authorities (PA) arbeiten mit der von der OpenPeppol AISBL mit Sitz in Brüssel gehaltenen Coordinating-Authority zusammen und bilden so die nationalen Bindeglieder des Netzwerkes. Die PA ist insbesondere Ansprechpartner der Betreiber von Access-Points (AP) und Service-Metadata-Providern (SMP) in ihrem Wirkungsbereich, aber auch Ansprechpartner für die nationalen End-User. Der Aufgabenbereich der PA umfasst u. a. die Pflege der Vertragsdokumente sowie der nationalen Peppol-Authority-Specific-Requirements (PASR) und der Vertragsschluss mit Serviceprovidern.
Neben der Überwachung der Vertragseinhaltung steht die nationale Peppol-Authority ihren Mitgliedern zudem in Support-Fragen zur Verfügung und kann bei der Einbringung von Änderungsanforderungen wie z. B. branchenspezifischer Standards unterstützen. Nicht zuletzt ist die PA Vertreter nationaler Interessen im Peppol-Netzwerk.
Die Registrierung im Peppol-Netzwerk
Eine häufig gestellte Frage ist die nach einer Registrierung für den End-User (Corner 1 und/oder Corner 4). Eine Registrierung im klassischen Sinne, mit einem aufwendigen Registrierungsprozess ist für den End-User im Peppol-Netzwerk nicht erforderlich.
Wenn Peppol-Netzwerk-Dokumente empfangen werden sollen, ist eine Registrierung der Empfänger-Peppol-ID erforderlich. Service-Provider sind allerdings dazu verpflichtet zu prüfen, ob z. B. die von ihren Kunden genannte Unternehmens-ID korrekt ist und es sich bei der Buchung eines Service tatsächlich um Vertreter des genannten Unternehmens handelt. Dies geschieht gemäß den Regelungen im Peppol-Netzwerk zum Grundsatz „Know your Customer (KYC)“. In einzelnen Ländern gibt es Vorgaben, die beim Onboarding von Kunden seitens des Service-Providers berücksichtigt werden.
Werden Dokumente nur gesendet, bedarf es keiner Eintragung der Sender-Peppol-ID. Die Registrierung beim Empfang über das Peppol-Netzwerk ist der Eintrag der Empfängerdaten im Service-Metadata-Publisher (SMP) des jeweiligen Serviceproviders. Der Eintrag erfolgt durch den Serviceprovider des SMP bzw. durch von diesem bereitgestellte Services/Oberflächen zur Pflege der Daten. Neben der Peppol-ID werden Angaben zu den vom Empfänger genutzten Geschäftsprozessen (Process-ID) und Dokumenten (Document-ID) gemacht. Sowohl Process-ID als auch Document-ID werden ebenfalls durch Peppol definiert. Eine Übersicht über die jeweils aktuell gültigen Document-IDs wird in der Liste der „Document Types“ zur Verfügung gestellt.
SEEBURGER ist sowohl Access-Point-Servicebetreiber, als auch SMP-Servicebetreiber. Die Pflege der Einträge am SMP kann durch den Anwender über unterstützende Pflegeoberflächen selbst vorgenommen werden.
Die Daten des Empfängers (Peppol-ID, unterstützte Prozesse und Dokumente) können für alle Teilnehmer ersichtlich im Peppol-Directory als Business-Card veröffentlicht werden. Das Peppol-Directory ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, in dem die Adressaten für alle offen eingesehen werden können. Dieses Directory ist unter directory.peppol.eu/public erreichbar.
Die Peppol-ID
Um im Peppol-Netzwerk den richtigen Partner zu finden, spielt die Peppol-ID eine zentrale Rolle:
- Die ID ist eine eindeutige Kennung eines Teilnehmers (Participants).
- Sie wird sowohl auf technischer Ebene, als auch in den Geschäftsdokumenten verwendet.
- Der Aufbau der ID ist durch die „PEPPOL eDelivery Network Specifications“ definiert.
- Sie setzt sich immer aus der Scheme-ID eines Identifizierungsschemas und der Kennung gemäß dieses Schemas zusammen.
- Die Kennungen selbst sind bereits bekannte Kennungen wie Umsatzsteuernummer oder andere länderspezifische Codes, wie z. B. „Organisasjonsnummer“ in Norwegen.
- Dieses erleichtert die Teilnahme für den End-User, da es keiner gesonderten Beantragung einer Peppol-ID bedarf.
Es gilt, die länderspezifischen Codes aus der entsprechenden Codeliste sowie gegebenenfalls zusätzliche Vorgaben der jeweiligen Peppol-Authority zu berücksichtigen. Diese Anforderungen ergeben sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Richtlinien der in dem Land ansässigen End-User. Alle relevanten Spezifikationen sind in den Peppol Authority Specific Requirements (PASR) festgelegt.
Die gültigen Scheme-IDs können jeweils unter unter dem „Participant Identifier Scheme“ eingesehen werden. In Deutschland ist es u. a. die VAT-ID. Die Peppol-ID lautet dann z. B. 9930:de743082945 wobei die jeweilge Länderkennung inder VAT-ID immer in Kleinbuchstaben angegeben wird.
Aufgrund der etablierten Bildungsregeln für die Peppol-ID entsteht der Eindruck, dass sich die ID für nahezu jeden Empfänger problemlos ableiten lässt. In vielen Fällen trifft das tatsächlich zu – insbesondere in Ländern, die eindeutige Vorgaben zur Nutzung einer Unternehmens- oder Organisationsnummer machen, die in einem zentralen Register hinterlegt ist. Dennoch können Abweichungen auftreten. Daher empfiehlt es sich, die Peppol-ID beim Geschäftspartner direkt zu verifizieren und als zuverlässigen Adressierungsparameter in den Stammdaten zu pflegen.
Zusammenhang zwischen Peppol-ID, Leitweg-ID, VAT-ID/USt-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) und GLN (Global Location Number)
Die Leitweg-ID ist ein Schema für eine Adressierungscodierung im Rahmen der Entwicklung des XRechnung-Standards und wurde für Geschäfte mit der öffentlichen Hand, somit für Bund, Länder, Gemeinden sowie Kommunen, in Deutschland definiert. Diese Adressierungskodierung wurde bei Peppol für die Adressierung im Peppol-Netzwerk als zulässiges Schema für den Participant-Identifier erfasst. Für Unternehmen in Deutschland wurde das Schema der VAT-ID / UST-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) registriert. Ferner können in Deutschland auch eine GLN (Global-Location-Number) oder, wenn weder eine VAT-ID noch eine GLN vorhanden ist und der Teilnehmer keine Organisation der öffentlichen Hand ist, die IBAN verwendet werden. Auftraggeber der Privatwirtschaft können somit ihre VAT-ID/UST-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) als Peppol-Participant-Identifier (Peppol-ID) zur eindeutigen Identifikation als Absender oder Empfänger nutzen. Für öffentliche Auftraggeber steht die Leitweg-ID als gültiges Schema zur Verfügung.
Die Verbindung zwischen einer Peppol-Participant-Identifier (Peppol-ID) und der Leitweg-ID bzw. der VAT-ID/UST-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) wird über verschiedene Präfixe hergestellt. Die Peppol-ID ergibt sich aus einem vierstelligen Zahlencode, der Scheme-ID, welcher der entsprechenden ID z. B. Leitweg-ID oder VAT-ID/UST-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) vorangestellt wird.
| Präfix | Schema | Peppol-Participant-ID |
| 0204 | Leitweg-ID | 0204:Leitweg-ID |
| 9930 | Umsatzsteueridentifikationsnummer | 9930:Umsatzsteueridentifikationsnummer |
| 0088 | Global Location Number (GLN) | 0088:Global Location Number |
| 9918 | International Bank Account Number (IBAN) | 9918:IBAN |
Bei Behörden wird die Leitweg-ID benutzt, z.B. 0204:
05 7 11 333 – 12345 12345 - 57
Bei der Leitweg-ID, die zur Adressierung im Peppol-Netzwerk verwendet wird, ist zu beachten, dass sie nicht zwingend mit der in der XRechnung unter „Buyer Reference“ (BT-10) aufgeführten Leitweg-ID übereinstimmt. Die Leitweg-ID in der Rechnung verweist auf den konkreten Empfänger, zum Beispiel die Fachabteilung innerhalb einer Behörde, der die Rechnung zugeordnet wird.
Die Peppol-ID hingegen kennzeichnet in der Regel die gesamte Organisation, etwa die Behörde als Ganzes. Deshalb sollte die korrekte Peppol-ID für die Adressierung immer vom Auftraggeber, dem Empfänger der Business-Dokumente, bereitgestellt werden.
Bei Firmen wird in der Regel die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer benutzt, z.B. 9930:DE12346789
Alternativ können Unternehmen auch eine GLN mit der Scheme-ID 0088 verwenden. Sollte eine Organisation bzw. ein Unternehmen weder eine VAT-ID noch GLN haben, kann als Fallback die IBAN mit der Scheme-ID 9918 verwendet werden. Vergleichen Sie die KoSIT-Hinweis für Kommunen.
Peppol-Spezifikationen und Geschäftsprozesse
Im Peppol-Netzwerk können nicht nur Rechnungen versendet bzw. empfangen werden. Im Netzwerk wird der gesamte elektronische Beschaffungsprozess (eProcurement) unterstützt. Mit den Peppol-BIS-Spezifikationen wird die gesamte Kette vom Katalog über die Bestellung bis hin zur Rechnung ein kompletter Beschaffungsprozess abgedeckt (post award). Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk bereits die Ausschreibungsprozesse (eTendering) durch einheitliche Formatspezifikationen.
Wie kann man Peppol weltweit nutzen?
Internationale Rechnungsstellung
Mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe für internationales E-Invoicing, dem sogenannten PINT-Modell, hat OpenPeppol einen wichtigen Schritt in Richtung einer globalen Rechnungsstellung gemacht. Länder außerhalb Europas haben ihre landesspezifischen Vorgaben bereits auf Basis des PINT-Standards angepasst oder direkt eingeführt. Das Modell ermöglicht es, Rechnungen weltweit auszutauschen, ohne zusätzliche nationale Anforderungen beim Empfänger berücksichtigen zu müssen. Diese Vereinfachung basiert auf einer gemeinsamen Grundlage, die für alle Nutzer verbindlich ist und die wesentlichen Anforderungen an eine Rechnung abbildet.
Neben der Rechnungsstellung gelten alle weiteren Peppol BIS Spezifikationen ebenfalls international. Sie stellen ein einheitliches Set von Standards bereit, das allen Teilnehmern im Netzwerk bekannt ist.
Continuous Transaction Control (CTC)
Der neue Trend in der Digitalisierung weckt das Interesse jeder Steuerbehörde rund um den Globus. Es ist ein Trend, der unter anderem die elektronische Rechnungsstellung einschließt, aber nicht darauf beschränkt. Es handelt sich um automatisierten Transaktionssysteme, die Daten erzeugen können, die von der Regierung für die Steuererhebung und für Zwecke der Unternehmenseffizienz benötigt werden. Peppol wird als eine der Lösungen in diesem Bereich angesehen und zwar insbesondere als die Lösung, die Geschäftseffizienz in einer Volkswirtschaft optimal mit Steuerberichterstattungs- und/oder Abrechnungsmodellen kombiniert. CTC könnte für Peppol große Chancen bieten, aus einer ganz anderen Perspektive an Regierungen heranzutreten, könnte aber auch eine große Bedrohung darstellen, wenn die Marktentwicklungen Peppol umgehen.
Interoperabilität
Vollständig digitaler Austausch beliebiger Transaktionsdokumente über Interop:
- Australien
- Finnland
- Singapur
- Schweiz
Variationen: (1) nationale Rahmenbedingungen und (2) Peppol-Rahmenbedingungen
B2G-E-Invoicing
B2G-E-Invoicing
Transaktionen im öffentlichen Beschaffungswesen werden mit einer vordefinierten Infrastruktur ausgetauscht:
- EU-Mitgliedstaaten
- Singapur
Variationen: einzelne Infrastruktur (1) mit Peppol und (2) ohne Peppol
Echtzeit-Reporting
Übermittlung von Transaktionsdaten zeitnah nach der Ausstellung:
- Ungarn
- Südkorea
- Taiwan
- Griechenland (eventuell)
Variationen: (1) nur Lieferant und (2) sowohl Lieferant als auch Käufer
2020 hat OpenPeppol ein CTC Proof-of-Concept(PoC)-Projekt durchgeführt.
Der PoC
- extrahiert die Geschäftsanforderungen der Steuerbehörden,
- entwickelt eine Variante des Peppol-Architekturrahmens,
- die CTC unterstützt und diese Anforderungen umsetzt,
- und die Umgebung unter Beteiligung seiner Mitglieder testet, unterstützt durch technische Ressourcen des Betriebsbüros.
Mit den Ergebnissen aus dem PoC stellt OpenPeppol eine Beschreibung und ein Regelwerk zur Einführung eines CTC-Modells bereit, das auf dem Peppol-Netzwerk basiert. Dieses Modell wird häufig als 5-Corner-Modell bezeichnet. Die fünfte Corner beschreibt dabei den Access Point der Steuerbehörde. Inzwischen setzen erste Länder dieses Modell um oder orientieren sich an seinen Prinzipien.
Andere Länder nutzen weiterhin eigene nationale Prozesse oder spezifische Anbindungen an ihre Steuerbehörden. Beispiele hierfür sind Malaysia mit einer API-Anbindung sowie Frankreich. Gemeinsam ist allen Ansätzen, dass in der Kommunikation zwischen Geschäftspartnern eine Peppol-First-Strategie verfolgt wird.
Mit dem Start des groß angelegten Proof of Concept zur Umsetzung von ViDA (VAT in the Digital Age) in der Europäischen Union, der Ende 2024 beginnt, rückt eine flächendeckende Einführung eines Peppol-basierten CTC-Modells in greifbare Nähe.
Peppol 5-Corner-Modell – “Peppol goes CTC!”
Um CTCs im Peppol-Netzwerk zu ermöglichen, ist es erforderlich, die nationalen Steuerbehörden in den Dokumenten- und Datenaustausch zu integrieren – zumindest, was die steuerrelevanten Inhalte der Geschäftsdokumente angeht. Die zurzeit bevorzugte Option hierfür ist das sogenannte ausgelagerte Clearance-Verfahren. Die Peppol-Serviceprovider handeln im Auftrag der lokalen Steuerverwaltung. Als Dienstleister senden die Peppol-Serviceprovider steuerrelevante Teilmengen von Peppol-BIS-Dokumenten an die lokale Steuerverwaltung.
Das ausgelagerte Clearance-Verfahren
Die zentrale Steuerplattform – die fünfte Ecke – ist der Analysedatentresor der Regierung. Dieser ermöglicht die Erfassung steuerrelevanter Informationen aus Rechnungen UND anderen Geschäftsdokumenten wie Bestellungen, Lieferavis, Lieferscheinen und Zahlungsanweisungen. Die Unterstützung bereits etablierter Clearing- und Berichtsmodelle als weitere Option befindet sich zurzeit in der Machbarkeitsanalyse.
Das Peppol-CTC-Modell kann als dezentrales CTC-Modell mit reguliertem Dokumentenaustausch beschrieben werden. Die Prinzipien dieses Modells sind:
- Ausgewogenheit und Verhältnismäßigkeit
- Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten
- Effizienz und Harmonisierung
- basierend auf verfügbaren und bekannten Technologien
- Auswirkungen auf den Handel und die Lieferkette
Das Peppol-CTC ist ein hybrides Modell, welches bewährte Elemente bestehender CTC-Modelle miteinander kombiniert. Die wesentlichen Elemente können wie folgt beschrieben werden:
- Die Service-Provider Corner 2 (C2) und Corner 3 (C3) müssen bei der jeweiligen Steuerbehörde (Tax Administration TA) CTC zertifiziert sein.
- C2 prüft die Dokumenten gemäß lokalen Anforderungen und sendet in Echtzeit an den Service-Provider der Steuerbehörde, die Corner 5 (C5). Abhängig von der Definition kann es das komplette Geschäftsdokument oder ein definierter Steuerauszug sein.
- C2 sendet das geprüfte Dokument in Echtzeit an C3.
- C3 empfängt das Geschäftsdokument und sendet in Abhängigkeit von der Definition der TA ein TDD an C5. Dieser Schritt ist abhängig von der Definition der lokalen Steuerbehörden.
- Der Prozess zwischen C2 und C3 im Namen der von Verkäufer (C1) und Käufer (C4) handeln, entspricht den Regularien des Peppol-Netzwerkes. Damit für die TA sichergestellt, dass die Dokumente zwischen C1 und C4 sicher und regelbasiert ausgetauscht werden.
- Der Austausch der Geschäftsdokumente zwischen C1 und C4 sowie die Datenselektion und Versendung an C5 erfolgen in real-time.
Das Peppol-CTC-Modell erlaubt eine große flexible Anpassung an landesspezifische Anforderungen, seien es nun welche Geschäftsdokumente für das Steuerreporting relevant sind (Rechnungen, Bestellungen, …), in welchen Formaten das Reporting erfolgt oder auch die Anforderungen an die Sicherheit und Zertifizierung wie CTC-Zertifizierung, eSignature, SLA oder Datensicherheit.
Vorteile für die Regierungen
- Echtzeitkontrolle von Steuerverpflichtungen
- Hochleistung und Wartung
- Aktionen gegen akkreditierte externe Parteien
- Keine Notwendigkeit für spezielle KMU-Unterstützung
- Skaliert auf anderen Geschäftsdokumenttypen
- Bearbeitet grenzüberschreitende Transaktionen gleichermaßen wie inländische.
Vorteile für die Steuerzahler (Lieferanten und Kunden)
- Flexibilität bei der Wahl des Peppol-Service-Providers
- Flexibilität bei der Arbeit mit bevorzugten Formaten und Kommunikationsprotokollen
- Keine separate Anbindung des Steuerzahlers an die Steuerbehörde erforderlich, um die steuerrelevanten Informationen aus seinen Geschäftsdokumenten zu übermitteln
- Alle Vorteile eines End-to-End-Prozesses
- Automatisierung mit reichhaltigem Informationsgehalt – als Nebenprodukt des eigentlichen Geschäftsprozesses
- Service-Level-Agreements werden von den Dienstleistungsanbietern eingehalten
Das Einbinden der Steuerbehörden in den Rechnungsaustausch über das Peppol-Netzwerk ist ein wichtiger Schritt, um Peppol für den wachsenden CTC-Trend zu ertüchtigen. Es geht jedoch neben CTC-Prozessen auch um die Harmonisierung des europäischen und pazifisch/asiatischen semantischen Datenmodells zu einem internationalen Datenmodell, dem Peppol-International-Invoicing-Model (PINT).
PINT – na dann mal Prost!
Um die Interoperabilität zwischen den international kommunizierenden Partnern im Netzwerk zu verbessern, wurde Ende 2019 ein Projekt mit dem Ziel gestartet, ein internationales Rechnungsmodell zu definieren. Dieses Modell soll den internationalen Austausch elektronischer Rechnungen zu Behörden in verschiedenen Teilen der Welt ermöglichen und gleichzeitig auch die Unterstützung für ihre nationalen Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung sicherstellen.
Das Hauptziel des internationalen Modells besteht darin, einen gemeinsamen Teil zu entwickeln, der die Interoperabilität fördert und dabei, soweit möglich, länderspezifische Anforderungen unterstützt.
Das Ergebnis ist das semantische Datenmodell „Peppol-International-Invoicing-Model (PINT)“. Die semantische Definition dieser Geschäftsbegriffe wird von konformen Benutzern des Modells gemeinsam genutzt.
Das Design-Prinzip für den PINT richtet sich so eng wie möglich nach dem vom bereits etablierten „Peppol-BIS-Billing 3.0“ und damit der EN-16931. Wenn nötig, erweitert PINT die semantische Definition von Geschäftsbegriffen im Datenmodell oder fügt Geschäftsbedingungen hinzu, um die Unterstützung von Anforderungen, die außerhalb des europäischen Kernrechnungsmodells mit der EN 16931 liegen, zu ermöglichen.
Da der PINT eine Erweiterung von Peppol-BIS-Billing 3.0 ist, gilt Peppol-BIS-Billing 3.0 als compliant zum PINT. Spezifikationen für elektronische Rechnungen in anderen Ländern und Regionen müssen ebenfalls compliant mit dem PINT-Modell sein.
Im Jahr 2022 ist Japan als weiteres Mitglied aus dem asiatisch-pazifischen Raum dem Netzwerk beigetreten und hat als erstes Land eine Spezifikation eingeführt, die auf den Prinzipien des PINT-Modells basiert. Inzwischen sind weitere Länder gefolgt. Australien, Neuseeland und Singapur haben ihre nationalen Peppol BIS Spezifikationen durch PINT-Spezifikationen ersetzt. Neue Teilnehmer wie Malaysia haben diese direkt für ihre nationalen Anforderungen übernommen.
Das Besondere am PINT-Modell ist die sogenannte Wildcard-Implementierung. Sie ermöglicht dem Empfänger zu definieren, ob er ausschließlich eine bestimmte Spezifikation innerhalb des PINT-Modells verarbeiten möchte oder ob er mehrere Spezifikationen empfangen kann, um den grenzüberschreitenden Austausch zu erleichtern. Mit der Wildcard-Lösung genügt ein einziger Eintrag, statt für jede Spezifikation einen separaten Eintrag vorzuhalten. Der Empfänger signalisiert damit allen Geschäftspartnern, dass er die Inhalte, die Bestandteil aller durch die Wildcard abgedeckten Spezifikationen sind, zuverlässig verarbeiten kann. Angaben, die nur im Senderland relevant sind, können bei Bedarf ignoriert werden.
Diese Möglichkeit vereinfacht den internationalen Rechnungsaustausch erheblich. Landesspezifische Vorgaben, die der Sender zur Erfüllung seiner steuerlichen Pflichten berücksichtigen muss, betreffen den Empfänger nicht unmittelbar. Gleichzeitig stellt das Modell sicher, dass beide Seiten auf einen gemeinsamen, verarbeitbaren Standard vertrauen können.
Aktuelle Entwicklungen zu Peppol
Seit 2023 sind alle öffentlichen Auftraggeber in Deutschland verpflichtet, Peppol zu unterstützen. Seit dem 01. Oktober 2023 müssen alle Behörden an das Peppol-Netzwerk angebunden sein.
Der IT-Planungsrat in Deutschland ist ein Steuerungsgremium von Bund und Ländern. Er koordiniert die Zusammenarbeit im Bereich der Informationstechnologie, definiert Interoperabilitäts- und Sicherheitsstandards und begleitet E-Government-Projekte im Rahmen der nationalen E-Government-Strategie.
Mit dieser Entscheidung stellen alle Bundesländer und Kommunen seit Oktober 2023 einen einheitlichen Eingangskanal bereit. Dadurch können Auftragnehmer aus dem In- und Ausland Rechnungen zentral und standardisiert einreichen.
Nutzung von Peppol BIS Billing 3.0 innerhalb Deutschlands
Seit Februar 2025 können die deutschen Geschäftsregeln aus der XRechnung als nationales Regelwerk vollständig in der Peppol BIS Billing 3.0 Spezifikation abgebildet werden. Damit lässt sich die XRechnung in der Syntax UBL in Deutschland vollständig durch Peppol BIS Billing 3.0 ersetzen.
Dieser Schritt vereinfacht den Prozess für Sender und Empfänger. Für den Rechnungsaustausch im B2G-Umfeld ist nun sichergestellt, dass die landesspezifischen Anforderungen eingehalten werden, wenn beide Parteien in Deutschland ansässig sind. Für Sender bedeutet dies, dass sie im Peppol-Netzwerk die Spezifikation auf Peppol BIS Billing 3.0 beschränken können. Jeder Empfänger im Netzwerk muss diese Spezifikation verarbeiten können. Auch im rein nationalen Kontext ist die XRechnung in der Syntax UBL nicht mehr verpflichtend.
Eine Ausnahme besteht bei der Nutzung der XRechnung in der Syntax Cross Industry Invoice (CII) sowie der Extension XRechnung. Diese Formate gelten weiterhin und können nicht durch Peppol BIS Billing 3.0 ersetzt werden.
SEEBURGER als Peppol-Access-Point-Betreiber
SEEBURGER hat 2019 als eines der ersten deutschen Unternehmen die Zertifizierung als Peppol-Access-Point-Certified-Provider durch die OpenPeppol AISBL erhalten. SEEBURGER ist zertifizierter Peppol-Access-Point-Provider für AS2 und AS4. Seit dem 13.09.2022 zählt SEEBURGER außerdem zu einem der ersten in Japan anerkannten Peppol-Access-Point-Betreibern.
Zur Anbindung an den Peppol Service bietet SEEBURGER seinen Kunden verschiedene Protokolle an. Darunter AS2, HTTPS, OFTP, SLMP und SFTP. Die technischen Verbindungsdaten der SEEBURGER Cloud finden Sie auf unseren Datenblättern und Zertifikaten.
Zusammenfassung
Peppol und PINT bilden in Zukunft den größten gemeinsamen Nenner für globales E-Invoicing für B2B- und B2G-Transaktionen. Die Netzwerke unterstützen bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften für die internationale E-Rechnung-Stellung in einer wachsenden Anzahl von Ländern auf der ganzen Welt. Das Peppol 5-Corner-Model „5C“ könnte zudem durch das allgemeine Bestreben in immer mehr Ländern der EU und auch international Clearance-Modelle einzuführen, auch diese Prozesse effizient und für die End-User vorteilsbringend unterstützen. Für internationales E-Invoicing ist Peppol somit einer der zukunftsträchtigsten Lösungsansätze.
Darüber hinaus stellt das Peppol-Netzwerk mit den Spezifikationen für die Beschaffungsprozesse (eProcurement) und für die öffentlichen Ausschreibungen (eTendering) die gesamte Beschaffungskette ab.
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