Serbiens B2B-E-Invoicing-Mandat ist seit dem 1. Januar 2023 vollständig operativ. Betroffene Unternehmen müssen elektronische Rechnungen über das staatliche System elektronskih faktura (SEF) ausstellen, empfangen und speichern. Damit setzt Serbien auf ein zentrales Plattformmodell, in dem der Rechnungsaustausch nicht ausschließlich zwischen Lieferant und Kunde stattfindet, sondern über eine staatlich bereitgestellte Infrastruktur läuft.
Prägend für das serbische Modell ist die enge Verbindung von E-Invoicing und steuerlicher Datenerfassung. SEF dient nicht nur dem Austausch elektronischer Rechnungen, sondern unterstützt auch die elektronische Erfassung bestimmter VAT-Berechnungen und abzugsfähiger Vorsteuerdaten. Dadurch müssen Unternehmen Rechnungs-, Steuer- und ERP-Daten konsistent über mehrere regulatorische Prozesse hinweg bereitstellen.
Für Unternehmen stehen deshalb nicht nur Format und Versand im Mittelpunkt. Entscheidend sind vor allem die Integration mit SEF, korrekte Steuer- und Geschäftspartnerdaten, die Verarbeitung von Plattformrückmeldungen sowie die Abstimmung zwischen Rechnungsaustausch und elektronischer VAT-Erfassung. Das serbische Modell entwickelt sich zudem kontinuierlich weiter, wie die laufenden gesetzlichen Änderungen und SEF-Updates zeigen.