Slowakeis B2B-E-Invoicing-Mandat im Überblick
Ab dem 1. Januar 2027 setzt die Slowakei auf ein Peppol-basiertes Pflichtmodell für B2B- und B2G-E-Invoicing mit Meldedaten an Finančná správa. Die slowakische Finanzverwaltung agiert als Peppol Authority und zertifizierter Zustelldienstleister, der Rechnungsaustausch und Steuerreporting technisch verbindt.
Die Slowakei setzt auf Peppol, digitale Postboten und E-Reporting
Die Slowakei führt ihr E-Invoicing-Mandat nicht als reinen Rechnungsaustausch ein, sondern als Peppol-basiertes Modell mit gleichzeitiger Meldung relevanter Rechnungsdaten an Finančná správa, die slowakische Finanzverwaltung. Ab dem 1. Januar 2027 sollen elektronische Rechnungen für betroffene inländische Transaktionen verpflichtend werden. Die slowakische Finanzverwaltung tritt dabei selbst als Peppol Authority auf und definiert nationale Anforderungen für die Nutzung der Peppol-Infrastruktur.
Besonders prägend ist die Rolle zertifizierter Zustelldienstleister, die in der slowakischen Kommunikation häufig als digitale Postboten beschrieben werden. Sie sollen nicht nur den Rechnungsaustausch über Peppol ermöglichen, sondern auch relevante Rechnungsdaten an die Steuerverwaltung weiterleiten. Damit nähert sich das slowakische Modell funktional einer 5-Corner-Logik: Lieferant und Kunde tauschen Rechnungen über die Peppol-Infrastruktur aus, während die Steuerverwaltung parallel die erforderlichen Meldedaten erhält.
Im Mittelpunkt stehen Peppol-Infrastruktur, zertifizierte Zustellung, Meldedaten an die Finanzverwaltung und das Zusammenspiel von B2B-, B2G- und Reporting-Prozessen.