Von Peppol-
Konnektivität zu
integrierten Prozessen
Mit integrierten Peppol-Prozessen von Automatisierung profitieren, durchgängige Transparenz gewinnen und den digitalen Dokumentenaustausch effizient auf weitere Länder und Anwendungsfälle ausweiten.
Mit wachsenden B2B- und B2G-E-Invoicing-Mandaten gewinnt Peppol für immer mehr Unternehmen unmittelbar an Bedeutung. Gefragt ist dabei nicht nur ein standardkonformer Zugang zum Netzwerk, sondern eine Umsetzung, die sich zuverlässig in bestehende Systeme und Geschäftsprozesse einfügt.
Als zertifizierter Peppol Access Point bietet SEEBURGER den direkten Zugang zum internationalen Peppol-Netzwerk und damit die Grundlage für den standardisierten Austausch strukturierter Geschäftsdokumente mit registrierten Teilnehmern.
Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch über die reine Konnektivität hinaus: Wenn Peppol mit Datenaufbereitung, länderspezifischer Compliance, Backend-Integration, Statusverarbeitung, Automatisierung und Betrieb verbunden wird, entsteht aus dem Netzwerkzugang ein durchgängiger Geschäftsprozess. Peppol bleibt damit keine isolierte technische Anbindung, sondern wird Teil der bestehenden Prozesslandschaft.
Peppol schafft die standardisierte Verbindung. Mit der ganzheitlichen E-Invoicing-Lösung von SEEBURGER wird daraus ein integrierter, automatisierter und international skalierbarer End-to-End-Prozess, der Aufwand reduziert und Transparenz schafft.
Dieser Solution Brief richtet sich an Verantwortliche für E-Invoicing und Finance, B2B/EDI und Integration sowie IT-Architektur und digitale Geschäftsprozesse, die Peppol nicht nur anbinden, sondern dauerhaft in ihre bestehende Prozesslandschaft integrieren wollen.
Sie erfahren, wie sich ein zertifizierter Peppol Access Point mit länderspezifischer Compliance, Datenaufbereitung, Backend-Integration, Statusverarbeitung und Automatisierung zu einem durchgängigen E-Invoicing-Prozess verbinden lässt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich regulatorische Anforderungen erfüllen lassen, ohne neue Prozessinseln, manuelle Zusatzarbeit oder immer neue Einzelprojekte für weitere Länder und Mandate zu schaffen.
Ihr kompakter Wegweiser:
Die wichtigsten Informationen klar aufbereitet und jederzeit griffbereit.
Peppol löst den Transport, nicht den gesamten Prozess
Mit wachsenden B2B-E-Invoicing-Mandaten wird die Anbindung an das Peppol-Netzwerk für immer mehr Unternehmen zur regulatorischen Anforderung. Nach dem Prinzip „Connect once, connect to all“ lassen sich strukturierte Geschäftsdokumente über einen zertifizierten Access Point mit registrierten Teilnehmern austauschen.
Damit ist jedoch nur der Übertragungsweg geklärt. Für einen funktionierenden Geschäftsprozess müssen valide Dokumente vorliegen, länderspezifische Vorgaben erfüllt, bestehende Systeme angebunden und Dokumente zuverlässig weiterverarbeitet werden. Auch Statusmeldungen, Fehler und regulatorische Änderungen müssen beherrschbar bleiben.
Um aus dem Peppol-Zugang einen automatisierten und dauerhaft beherrschbaren Geschäftsprozess zu machen, müssen Konnektivität, Compliance, Daten, Integration, Prozessautomatisierung und Betrieb zusammenspielen.
Daraus ergeben sich fünf konkrete Herausforderungen jenseits der reinen Netzwerkanbindung.
Peppol standardisiert die Partneranbindung, die Prozesskomplexität bleibt
Peppol reduziert einen zentralen Komplexitätstreiber des traditionellen elektronischen Datenaustauschs: die individuelle technische Anbindung jedes Geschäftspartners. Die verbleibenden Herausforderungen liegen in validen Daten, integrierten Backend-Prozessen und einem beherrschbaren Betrieb. Der Vergleich mit klassischem B2B/EDI zeigt, was Peppol vereinfacht und welche Aufgaben darüber hinaus gelöst werden müssen.
| Heraus-forderung | Klassisches B2B/EDI | Peppol | Was weiterhin gelöst werden muss |
| Internationale Anforderungen | Standards, Formate und Partneranforderungen werden häufig individuell vereinbart und umgesetzt. | Gemeinsame Peppol-Spezifikationen schaffen eine standardisierte Grundlage. | Nationale Pflichtangaben, Validierungsregeln und Reporting-Prozesse müssen zuverlässig abgebildet und bei regulatorischen Änderungen aktuell gehalten werden. |
| Datenqualität | Individuelle Mappings gleichen unterschiedliche Datenmodelle und Partneranforderungen aus. | Standardisierte Dokumentstrukturen reduzieren bilaterale Formatabsprachen. | Stamm-, Steuer- und Transaktionsdaten müssen vollständig vorliegen und vor der Übertragung auf ihre fachliche und technische Validität geprüft werden. |
| Backend-Integration | Jede Partnerverbindung kann eigene Schnittstellen, Formate und Prozesslogiken erfordern. | Eine zentrale Netzwerkanbindung ersetzt zahlreiche individuelle Kommunikationsverbindungen. | Dokumente und Rückmeldungen müssen zuverlässig zwischen Peppol und ERP-, Finanz-, Beschaffungs- und Logistiksystemen ausgetauscht werden. |
| End-to-End-Verarbeitung | Tiefe, individuell abgestimmte Prozessintegration ermöglicht komplexe und branchenspezifische Abläufe. | Peppol standardisiert Übertragung und grundlegende Dokumentprozesse. | Strukturierte Dokumente müssen über die Zustellung hinaus in Prüfung, Freigabe, Buchung und weitere Folgeprozesse überführt werden. |
| Betrieb und Veränderung | Partneränderungen, Formatanpassungen und Tests werden häufig je Verbindung einzeln gesteuert. | Gemeinsame Netzwerkregeln reduzieren individuelle Änderungen auf der Transportebene. | Monitoring, Fehleranalyse, Statusverarbeitung sowie Änderungen an Spezifikationen und Länderanforderungen müssen im laufenden Betrieb dauerhaft koordiniert werden. |
Der gesamte Peppol-Prozess auf einer zentralen Integrationsbasis
Als zertifizierter Peppol Access Point bietet SEEBURGER den direkten Zugang zum internationalen Peppol-Netzwerk und damit die Grundlage für den standardisierten Austausch strukturierter Geschäftsdokumente mit registrierten Teilnehmern.
Die ganzheitliche SEEBURGER E-Invoicing Lösung geht über die reine Netzwerkanbindung hinaus und verbindet diese mit allen Schritten, die für einen End-to-End-Geschäftsprozess erforderlich sind. Vorhandene Geschäftsdaten werden in regelkonforme Dokumente überführt, über Peppol ausgetauscht und direkt in die relevanten Backend- und Fachprozesse integriert.
Dadurch entsteht eine durchgängige Prozesskette, getragen von vier Grundbausteinen einer umfassenden E-Invoicing-Lösung, die den Prozess mitdenkt, nicht nur die Compliance.
1.
Geschäftsdaten in regelkonforme Dokumente überführen
Die fachlichen Stamm- und Transaktionsdaten entstehen im ERP oder im jeweiligen Fachsystem. Von dort werden sie aufbereitet, den erforderlichen Feldern zugeordnet und in das benötigte Peppol- oder länderspezifische Format transformiert.
Die SEEBURGER E-Invoicing Lösung verarbeitet dabei die vorhandenen Daten, transformiert sie in das Zielformat und macht fehlende oder fehlerhafte Angaben sichtbar.
- Mappings ordnen die Daten aus ERP oder Fachsystem den Feldern des benötigten Peppol- oder Länderformats zu.
- Templates bilden wiederverwendbare Formatvorgaben ab.
- Validierungen prüfen, ob das erzeugte Dokument die technischen und regulatorischen Anforderungen erfüllt.
Fehlende Pflichtangaben oder fehlerhafte Daten werden frühzeitig sichtbar. So sinkt der Aufwand für manuelle Formatkonvertierungen und nachträgliche Fehlerkorrekturen, während die fachliche Datenhoheit im verantwortlichen Quellsystem verbleibt.
2.
Mit einer Anbindung viele Geschäftspartner erreichen
Als zertifizierter Access Point übernimmt SEEBURGER die standardkonforme Kommunikation mit den registrierten Teilnehmern im Peppol-Netzwerk. Neben klassischen 4-Corner-Prozessen lassen sich auch erweiterte Modelle abbilden, bei denen steuerrelevante Daten zusätzlich an die zuständige Behörde übermittelt werden.
Wo nationale Vorgaben dies erfordern, lassen sich neben dem Dokumentenaustausch auch zusätzliche Melde- und Behördenprozesse in die Architektur einbinden. So können E-Invoicing und E-Reporting auf einer abgestimmten Grundlage zusammenspielen, statt über voneinander getrennte Kanäle betrieben zu werden.
3.
Peppol in die bestehende Prozesslandschaft integrieren
Eingehende und ausgehende Geschäftsdokumente werden mit ERP-, Finanz-, Beschaffungs- und Logistiksystemen verbunden. Mit einem ganzheitlich gedachten und integrierten Prozess können Dokumente aus den Quellsystemen an Peppol übergeben und empfangene Dokumente wieder in die vorgesehenen Backend-Prozesse überführt werden.
Auch Statusmeldungen, Bestätigungen, Ablehnungen und Fehler können an die relevanten Systeme zurückgegeben werden. Sie bleiben damit nicht ausschließlich im Monitoring des Access Points sichtbar, sondern stehen dort zur Verfügung, wo Fachbereiche und IT sie für die weitere Verarbeitung benötigen.
Auf dieser Grundlage lassen sich wiederkehrende Prozessschritte über die reine Compliance und Netzwerkanbindung hinaus automatisieren. Erfolgreich übertragene oder empfangene Dokumente können direkt weitergeleitet, Status automatisiert verarbeitet und nachgelagerte Schritte im jeweiligen Fachprozess angestoßen werden. Abweichungen und Fehler werden gezielt den zuständigen Stellen zur Bearbeitung zugeordnet.
Das Ergebnis ist eine integrierte Prozesslandschaft, in der:
- Dokumente ohne Medienbrüche zwischen Peppol und Backend-Systemen fließen,
- Status und Fehler dort sichtbar werden, wo sie bearbeitet werden,
- wiederkehrende Prozessschritte automatisiert ausgeführt werden,
- Fachbereiche nicht ausschließlich auf ein separates Access-Point-Monitoring angewiesen sind,
- und Peppol nicht als zusätzliche Prozessinsel betrieben wird.
So endet der Prozess nicht bei der erfolgreichen Übertragung, sondern wird automatisiert bis in die operativen Abläufe fortgeführt.
4.
Betrieb und internationale Erweiterung zentral steuern
Monitoring, Fehlerbehandlung und Änderungen an Spezifikationen werden auf einer gemeinsamen Grundlage gesteuert. Bestehende Formate, Mappings, Schnittstellen und Prozessbausteine lassen sich für weitere Länder, Gesellschaften und Anwendungsfälle wiederverwenden.
So bauen neue Rollouts auf einer bereits etablierten Integrationsbasis auf, statt jedes Mandat als separates Projekt zu beginnen. Das reduziert den Einführungsaufwand, verkürzt die Umsetzung neuer Mandate und schafft eine einheitliche Steuerung über Ländergrenzen hinweg.
Damit geht es nicht nur um Skalierung im technischen Sinn, sondern um schnellere Expansion bei gleichzeitig mehr Kontrolle und weniger Komplexität.
Mehr als ein Access Point: Prozesskompetenz macht den Unterschied
Peppol schafft die standardisierte Verbindung zwischen Unternehmen, doch der eigentliche Geschäftsnutzen beginnt dort, wo aus dieser Verbindung ein funktionierender Geschäftsprozess werden muss.
Eine ganzheitliche E-Invoicing-Lösung verbindet den Dokumentenaustausch deshalb mit Datenaufbereitung, Validierung, Backend-Integration, Statusverarbeitung, Automatisierung und internationaler Skalierung. So bleibt Peppol kein isolierter Kommunikationskanal, sondern wird Teil der bestehenden Prozesslandschaft.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem reinen Access Point und einer integrierten Peppol-Lösung. Peppol ermöglicht die Kommunikation und SEEBURGER macht daraus durchgängige, automatisierte und international skalierbare Geschäftsprozesse.
Die ganzheitliche SEEBURGER E-Invoicing-Lösung verbindet die Peppol-Konnektivität deshalb mit länderspezifischer Formaterstellung, Validierung und Compliance-Services. Nationale Anforderungen werden innerhalb einer abgestimmten E-Invoicing-Architektur abgebildet und bei regulatorischen Änderungen gezielt angepasst.
Neue B2B-E-Invoicing-Mandate können damit auf einer bestehenden Grundlage umgesetzt werden, statt für jedes Land separate Format-, Prüf- und Meldeprozesse aufzubauen. Das reduziert den Anpassungsaufwand und erleichtert die rechtzeitige Überführung regulatorischer Änderungen in den operativen Betrieb.
Mappings und Templates überführen vorhandene ERP- und Fachdaten in das benötigte Peppol- oder Länderformat. Validierungen machen fehlende Pflichtangaben und nicht regelkonforme Daten frühzeitig sichtbar.
Datenprobleme werden so möglichst vor der Übertragung erkannt, statt erst durch eine Ablehnung beim Empfänger. Das verringert Korrekturschleifen, manuelle Nacharbeit sowie Verzögerungen in nachgelagerten Buchungs- und Zahlungsprozessen. Die fachliche Korrektur der Ausgangsdaten bleibt dabei weiterhin im verantwortlichen Quellsystem.
Ausgehende Dokumente werden aus den Quellsystemen an Peppol übergeben. Eingehende Dokumente sowie Bestätigungen, Statusmeldungen und Ablehnungen fließen zurück in die vorgesehenen Backend- und Fachprozesse.
Dadurch werden Medienbrüche und doppelte Datenerfassung vermieden. Peppol entsteht nicht als zusätzliche technische Insel, sondern wird Teil der bestehenden Prozesslandschaft. Die relevanten Informationen stehen dort zur Verfügung, wo operative Abläufe gesteuert und Entscheidungen getroffen werden.
Die ganzheitliche E-Invoicing-Lösung verbindet Dokumente, Statusmeldungen, Bestätigungen, Ablehnungen und Fehler mit den relevanten Geschäftsprozessen. Wiederkehrende Schritte können automatisiert angestoßen werden, während Abweichungen gezielt den zuständigen Stellen zur Bearbeitung zugeordnet werden.
Der Prozess endet damit nicht bei der erfolgreichen Zustellung. Standardfälle können ohne kontinuierliche manuelle Begleitung weiterlaufen, Fachkräfte konzentrieren sich auf Ausnahmen, und Bearbeitungszeiten werden verkürzt.
Auf einer gemeinsamen Integrationsbasis lassen sich diese Aufgaben zentral zusammenführen. Bereits etablierte Formate, Mappings, Schnittstellen und Prozessbausteine können für weitere Länder, Gesellschaften und Anwendungsfälle wiederverwendet werden.
Neue Rollouts beginnen dadurch nicht jedes Mal bei null. Eine zentrale Sicht auf Status und Fehler erleichtert den laufenden Betrieb, während wiederverwendbare Integrationsbausteine den Aufwand für zusätzliche Mandate, Geschäftseinheiten und Länder reduzieren.
Eine integrierte Lösung, doppelter Business Value für Finance und IT
Die ganzheitliche E-Invoicing-Lösung schafft nicht nur regulatorische Konformität und technische Konnektivität. Aus der Verbindung von Datenqualität, Backend-Integration, automatisierter Verarbeitung und zentralem Betrieb entsteht ein konkreter Nutzen für die Fachbereiche. Dabei profitieren Finance und IT auf unterschiedliche Weise von derselben integrierten Prozessbasis.
Weniger Nacharbeit, schnellere Verarbeitung, volle Kontrolle
Für Teams des Finanzwesens entsteht der eigentliche Mehrwert erst dann, wenn Peppol nicht nur als Übertragungsweg, sondern als Teil des gesamten Finanzprozesses umgesetzt wird. Die Verbindung von regelkonformer Dokumentenerstellung, frühzeitiger Validierung, Backend-Integration und automatisierter Weiterverarbeitung reduziert Korrekturschleifen und manuelle Eingriffe.
Weil Statusmeldungen, Ablehnungen und Fehler in die relevanten Finanzprozesse zurückgeführt werden, bleiben sie nicht im Access-Point-Monitoring hängen. Standardfälle können automatisiert weiterlaufen, während sich Fachkräfte auf Ausnahmen und fachlich relevante Entscheidungen konzentrieren.
Aus einer regulatorischen Pflicht wird ein effizienterer Finanzprozess, der operative Teams entlastet und gleichzeitig mehr Kontrolle schafft. Das wird spürbar durch:
- Weniger manuelle Nacharbeit durch frühzeitige Prüfungen und valide Dokumente,
- Kürzere Bearbeitungszeiten durch automatisierte Weiterverarbeitung
- Mehr Transparenz über Status, Fehler und offene Vorgänge
- Weniger Verzögerungen in Buchung und Zahlung
- Eine verlässlichere Grundlage für Liquiditätsplanung, Abschluss und Compliance.
Weniger Einzellösungen, schnellere Rollouts, beherrschbarer Betrieb
Für die IT liegt der zentrale Nutzen darin, Peppol nicht als weiteres isoliertes System betreiben zu müssen. Die Netzwerkanbindung wird in die bestehende Integrations- und Prozesslandschaft eingebettet und mit ERP-, Finanz-, Beschaffungs- und Logistiksystemen verbunden.
Formate, Mappings, Schnittstellen und Prozessbausteine können wiederverwendet werden. Dadurch lassen sich neue Länder, Gesellschaften und Mandate auf einer bestehenden Grundlage umsetzen, statt jedes Mal neue Einzelintegrationen und separate Betriebsmodelle aufzubauen.
Durch eine umfassende Lösung über reine Netzwerkanbindung und Compliance hinaus entsteht eine belastbare Architektur, die regulatorische Anforderungen aufnimmt, ohne die Systemlandschaft mit immer neuen Einzellösungen zu belasten. In der Praxis profitiert die IT von:
- Weniger Insellösungen und damit geringere Integrationskomplexität
- Einer zentrale Grundlage für Peppol, E-Invoicing und weitere Länderanforderungen
- Wiederverwendbaren Mappings, Schnittstellen und Prozessbausteine
- Transparentem Monitoring und klarer Fehlerzuordnung
- Weniger Aufwand bei Betrieb, Änderungen und internationalen Rollouts
B2B-E-Invoicing beschleunigt die Peppol-Verbreitung
Diese Länder setzen auf Peppol
Regulatorische Vorgaben und staatliche Digitalisierungsinitiativen gehören aktuell zu den wichtigsten Treibern für Peppol, doch die Modelle unterscheiden auf nationaler Ebene. Während Peppol in einigen Ländern bereits der zentrale Übertragungsweg für inländische B2B-Rechnungen ist, bereiten andere Länder eine Einführung erst vor oder kombinieren das Netzwerk künftig mit digitalen Meldepflichten.
Belgien
B2B-Mandat seit Januar 2026
Seit dem 1. Januar 2026 müssen grundsätzlich alle in Belgien ansässigen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen strukturierte elektronische Rechnungen senden und empfangen. Die Spezifikation Peppol BIS Billing über das Peppol-Netzwerk ist der vorgesehene Standardweg, während alternative EN16931-konforme Verfahren nur im gegenseitigen Einvernehmen möglich sind.
Damit zeigt Belgien, wie Peppol als etablierte Infrastruktur unmittelbar für ein flächendeckendes B2B-Mandat eingesetzt werden kann.
Frankreich
Peppol als Interoperabilitätsnetzwerk der E-Invoicing-Reform
Frankreich führt seine B2B-E-Invoicing- und E-Reporting-Pflichten ab dem 01. September 2026 schrittweise ein. Unternehmen müssen dafür eine staatlich zugelassene Plateforme Agréée (PA) nutzen, die Rechnungen mit den Plattformen ihrer Geschäftspartner austauscht und die erforderlichen Daten an die Finanzverwaltung übermittelt.
Die französische Finanzverwaltung ist seit Juli 2025 selbst Peppol Authority. Das Peppol-Netzwerk unterstützt den Austausch zwischen Plattformen und berücksichtigt neben Peppol BIS Billing auch die für Frankreich vorgesehenen Formate und Statusnachrichten. Peppol wird damit zu einer wichtigen Interoperabilitätsinfrastruktur innerhalb des französischen Plattformmodells.
Frankreich zeigt, wie Peppol auch in einem dezentralen E-Invoicing- und E-Reporting-Modell die standardisierte Kommunikation zwischen zugelassenen Plattformen unterstützen kann.
Norwegen
Versandpflicht ab 2027, Empfangspflicht ab 2030
Norwegen führt die Verpflichtung schrittweise ein. Buchführungspflichtige Unternehmen müssen ab dem 1. Januar 2027 elektronische Rechnungen ausstellen. Die Pflicht zur digitalen Buchführung und zum automatisierten Empfang elektronischer Rechnungen folgt ab dem 1. Januar 2030. Details zu Formaten und Ausnahmen werden noch durch ergänzende Regelungen konkretisiert.
Norwegen verdeutlicht damit, wie eine bereits weit verbreitete Peppol-Infrastruktur schrittweise in eine umfassende B2B-Verpflichtung überführt wird.
Vereinigtes Königreich
Mandat für 2029 angekündigt
Das Vereinigte Königreich will ab 2029 elektronische Rechnungen für umsatzsteuerpflichtige B2B- und B2G-Transaktionen verpflichtend machen. Die Regierung hat Peppol inzwischen als zentrale Interoperabilitätsinfrastruktur festgelegt. Das endgültige Betriebsmodell und weitere technische Details werden noch ausgearbeitet.
Die britische Entscheidung zeigt, wie sich Peppol von einer etablierten Infrastruktur für einzelne öffentliche Beschaffungsbereiche zu einer landesweiten Grundlage für den B2B-Rechnungsaustausch entwickeln kann.
Slowakei
Peppol-basierte E-Invoicing- und Reporting-Architektur geplant
Die Slowakei plant ab 2027 verpflichtende elektronische Rechnungen für ausgewählte inländische B2B-Transaktionen sowie eine digitale Echtzeitmeldung an die Steuerbehörde. Unternehmen sollen dafür einen Peppol-basierten Zustelldienst mit Peppol BIS 3 nutzen können. Das Modell verbindet damit Rechnungsaustausch und steuerliches Reporting. Die endgültige Umsetzung bleibt bis zum Abschluss des Gesetzgebungs- und Implementierungsprozesses zu beobachten.
Die Slowakei steht damit für die nächste Entwicklungsstufe: Peppol wird nicht nur für die Übertragung zwischen Unternehmen genutzt, sondern kann auch zusätzliche Reporting-Flows unterstützen.
Malaysia
Peppol verbindet Prozessdigitalisierung und steuerliche Anforderungen
Malaysia nutzt Peppol im Rahmen seiner nationalen E-Invoicing-Initiative. Dabei werden zwei miteinander verbundene Ziele verfolgt: die Digitalisierung und Automatisierung des Rechnungsaustauschs zwischen Unternehmen sowie die Erfüllung steuerlicher Meldeanforderungen.
Der Peppol-basierte B2B-Austausch ist derzeit freiwillig. Gleichzeitig kann ein Peppol Service Provider als Übermittlungsweg für steuerlich relevante E-Invoicing-Daten genutzt werden. Mit MY PINT steht zudem eine lokale Spezifikation zur Verfügung, die malaysische Geschäfts- und Steueranforderungen mit dem internationalen Peppol-Framework verbindet.
Peppol unterstützt in Malaysia nicht nur regulatorische Compliance, sondern dient zugleich als Grundlage für interoperable und automatisierte B2B-Prozesse.
Japan
Peppol als Standard für digitale Geschäftsprozesse
Japan treibt die Verbreitung digitaler Rechnungen über eine staatlich koordinierte Peppol-Initiative voran. Die Digital Agency fungiert als nationale Peppol Authority und verwaltet mit JP PINT eine eigene, auf Peppol basierende Spezifikation für den japanischen Rechnungsaustausch.
Neben dem Standard Invoice unterstützt Japan auch Self-Billing-Rechnungen sowie Rechnungen nicht steuerlich registrierter Unternehmen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein flächendeckendes B2B-Mandat, sondern die Standardisierung und Automatisierung des digitalen Rechnungsaustauschs zwischen Unternehmen und mit öffentlichen Stellen.
In Japan wird Peppol auch ohne allgemeine gesetzliche Verpflichtung als national abgestimmte Grundlage für interoperable Geschäftsprozesse eingesetzt.
Australien &
Neuseeland
Gemeinsamer Peppol-Ansatz für den trans-tasmanischen Handel
Australien und Neuseeland verfolgen seit 2019 einen abgestimmten Ansatz für E-Invoicing auf Basis des Peppol-Frameworks. Beide Länder verfügen über eigene Peppol Authorities, arbeiten jedoch eng zusammen und nutzen mit PINT A-NZ eine gemeinsame regionale Spezifikation.
Für Unternehmen ist E-Invoicing grundsätzlich nicht flächendeckend verpflichtend. Die öffentliche Hand treibt die Nutzung jedoch gezielt voran. In Neuseeland müssen bestimmte Behörden seit Januar 2026 elektronische Rechnungen senden und empfangen. Ab Januar 2027 müssen diese Behörden zudem von großen Lieferanten E-Rechnungen verlangen. Australien fördert Peppol ebenfalls als nationalen Standard und hat für einzelne staatliche Stellen entsprechende Vorgaben eingeführt.
Australien und Neuseeland zeigen, wie Peppol durch gemeinsame Standards und staatliche Nachfrage schrittweise über Landesgrenzen hinweg verbreitet werden kann.
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