Ungarns B2B-Modell wird vor allem durch die verpflichtende elektronische Rechnungsdatenmeldung geprägt. Unternehmen müssen relevante Rechnungsdaten automatisiert und transaktionsbezogen über Online Számla an die ungarische Steuer- und Zollbehörde NAV übermitteln.
Ein allgemeines B2B-E-Invoicing-Mandat besteht derzeit nicht. Die Meldung an NAV und die Übermittlung der Rechnung an den Geschäftspartner bleiben grundsätzlich zwei getrennte Prozesse. Elektronische B2B-Rechnungen können freiwillig ausgetauscht werden, während für bestimmte Strom- und Erdgaslieferungen seit Juli 2025 eine sektorspezifische E-Rechnungspflicht gilt.
Für betroffene Unternehmen stehen deshalb NAV-konforme XML-Daten, automatisiertes Real-Time Invoice Reporting, technische Validierung, Fehlerrückmeldungen sowie die Integration von ERP-, Rechnungs- und Finanzsystemen im Mittelpunkt. Entscheidend ist, Rechnungsdaten vollständig und fristgerecht an NAV zu melden und zugleich den eigentlichen Rechnungsprozess mit dem Kunden zuverlässig abzuwickeln.