Malaysia hat die elektronische Rechnungsstellung für B2B-Transaktionen über das staatliche System MyInvois verpflichtend am 1. August 2024 eingeführt. Betroffene Unternehmen müssen ihre Rechnungsdaten strukturiert an die malaysische Steuerbehörde Inland Revenue Board of Malaysia (IRBM beziehungsweise HASiL) übermitteln. MyInvois validiert die Daten, bevor die bestätigte E-Rechnung dem Geschäftskunden bereitgestellt wird.
Das malaysische Modell folgt dem Prinzip der Continuous Transaction Controls (CTC). Unterstützt werden strukturierte Rechnungsdaten in XML oder JSON, die entweder über das MyInvois Portal oder automatisiert über eine Programmierschnittstelle eingereicht werden. Zum Prozess gehören außerdem eine eindeutige Rechnungskennung, ein Validierungslink beziehungsweise QR-Code sowie Rückmeldungen zu Annahme, Ablehnung und Stornierung.
Der gestaffelte Rollout richtet sich nach dem Jahresumsatz und ist für die grundsätzlich verpflichteten Umsatzgruppen abgeschlossen. Unternehmen mit weniger als 3 Millionen malaysischen Ringgit Jahresumsatz können unter bestimmten Voraussetzungen von der Einführung befreit sein. Für betroffene Unternehmen stehen daher nicht mehr nur die Vorbereitung, sondern der stabile Betrieb von ERP-Anbindung, Datenvalidierung, Kundenzustellung, Fehlerbehandlung und Nachweisführung im Mittelpunkt.